Der Nachbericht zu unserem Whisky-Tasting Islay am 23.03.2019

Bereits vorletztes Wochenende, am 23.03.2019, fand bei uns im Hause zum ersten Mal ein reines Islay-Whisky-Tasting statt.

Das bedeutet: Unser Referent Kevin Hinzmann hat insgesamt 28 Teilnehmer/innen sechs verschiedene Whiskys ausschließlich von der schottischen Insel Islay näher gebracht.

Auf die Frage, wer denn schon alles Erfahrung mit Whisky gesammelt hat, schossen tatsächlich weniger Hände in die Höhe als erwartet.
Wir hatten also einige Mutige mit dabei, welche sich zum Einstieg an rauchige oder torfige Whiskys trauten.

Denn wie die meisten Whiskykenner bereits wissen, ist die Insel Islay für ihre (meist) besonders rauchigen Exemplare bekannt.
Insgesamt befinden sich auf der Insel im Moment acht verschiedene Destillerien:

- Ardbeg
- Bowmore
- Bruichladdich
- Bunnahabhain
- Caol Ila
- Kilchoman
- Lagavulin
- Laphroaig

Bereits vor 18:00 Uhr sammelten sich alle Teilnehmer in gemütlicher Runde um unseren angefeuerten Specksteinofen, damit das Tasting püntklich starten konnte.

Insgesamt wurden 6 verschiedene Whiskys der Insel Islay verkostet - selbstverständlich jeweils von einer anderen Destillerie.
Wir behandeln die verschiedenen Produkte in alphabetischer Reihenfolge:

 

 

Bowmore 17 White Sands - 43% vol.


Bowmore White Sands 17 Jahre

Die nach der Stadt Bowmore benannte Destillerie ist die Älteste am Ufer des Loch Indaal, einer Meeresbucht der schottischen Insel.

Sie wurde 1779 von David Simons erbaut und erhielt als erste legale Brennerei im Jahre 1824 auf der Insel ihre Lizenz. Das Unternehmen wurde 1837 von der Familie Simons an William & James Mutter verkauft. Ein weiterer, größerer Ausbau folgte im Jahr 1892.

Später wurde die Brennerei unter mehreren Teilhabern in die Bowmore Distillery Company Ltd. umgewandelt. Nach weiteren Besitzwechseln im Laufe der Jahre, kaufte 1989 der japanische Konzern Suntory Ltd. die ersten 35 Prozent des Aktienkapitals und übernahm schließlich 1994 die Firma vollständig.

Diese Bowmore-Abfüllung White Sands wurde von Islays weißem Sandstrand inspiriert.

Nase: leichter Torfrauch, Karamell, exotische Früchte
Geschmack: Karamell, Malz, Süße, wärmender Rauch
Abgang: warm, weich, langanhaltend

Hier geht's zum Whisky.
77,95 € - 1l = 111,36 €

 


Bruichladdich Islay Barley 2007 - 50% vol.Bruichladdich Islay Barley

 

Bruichladdich wurde 1881 von den Brüdern Robert, William und John Gourlay Harvey am westlichen Ufer von Loch Indaal auf der Insel Islay gegründet und liegt gegenüber der Bowmore Destillerie. Der Whisky von Bruichladdich ist leichter und feiner als die meist stark getorften Malts vom Südufer der Insel. Eine Ausnahme machen hier, die von Bruichladdich produzierten Whiskys, Port Charlotte und die seit Oktober 2002 produzierten Octomore. Letztere sind aktuell die am stärksten getorften Whiskys, die es zu finden gibt. In ihrer langen Geschichte war die Brennerei immer wieder geschlossen und ist erst seit 2000 wieder durchgehend geöffnet. Zu verdanken ist dies dem langjährigen Production Director und Master Blender Jim McEwan, der von 2000 bis 2015 bei Bruichladdich tätig war und als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Whisky Welt gilt.

Dieser Bruichladdich wird ausschließlich aus Gerste der Rockside Farm, ansässig direkt auf der Insel Islay, hergestellt. Diese speziell ausgewählte Gerste und eine langsame Destillation sind ausschlaggebend für die Herstellung und den Geschmack des Bruichladdich Whisky.

Nase: Heidekraut, floral, fruchtig, Thymian, Melone, Ananas, Birne
Geschmack: Malz, Eiche, intensiv
Abgang: warm, intensiv, langanhaltend

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54,95 € - 1l = 78,50

 

 

Bunnahabhain Toiteach 0,7l - 46% vol.Bunnahabhain Toiteach

 

Eines der größten Geheimnisse der Whisky-Industrie ist mit Sicherheit die richtige Aussprache der 1881 auf der legendären Whisky-Insel Islay gegründeten Destillerie Bunnahabhain. Dabei ist es im Grunde ganz einfach: Bu-na-ha-venn, das ist gälisch und bedeutet so viel wie Flussmündung oder Flusshafen. Eher untypisch ist auch der Destillerie-Charakter des Whiskys von Bunnahabhain. Denn obwohl es sich um eine Brennerei auf Islay handelt, ist er ganz untypisch weich, sanft, fruchtig und leicht. Zudem ist das verwendete Wasser kaum torfig und auch das Malz ist nur sehr zart getorft.
2003 drohte der Brennerei die Schließung, was durch einen Verkauf an die Burn Stewart Distillers verhindert werden konnte.

Da die Destillerie Bunnahabhain eigentlich für sonst mildere und leichte Whiskys bekannt ist, ist der verkostete Toiteach eine Besonderheit.
Diese Abfüllung von Bunnahabhain weist neben fruchtigen Noten und einem leichten Sherryeinfluss nun auch ein krätiges Aroma mit einem deutlichen Torfeinfluss auf.
Übrigens: Der Name Toiteach heißt übersetzt "rauchig" und wir finden, den Namen hat sich der Bunnahabhain Toiteach wirklich verdient.

Aroma: intensiver Rauch, fruchtige Aromen

Geschmack: Fruchtig, Äpfel, Birnen, kräftig, Sherry, Pfeffer, Rauch
Abgang: rauchig, Eichennoten, mittellang
 
Hier geht's zum Whisky.
67,95 € - 1l = 97,07 €
 
 
 
 
 
Die Caol Ila Destillerie wurde 1846 von einem Glasgower Geschäftsmann, namens Hector Henderson erbaut. Sie liegt versteckt in einer malerischen Bucht am Sound of Islay. Henderson investierte gleichzeitig in mehrere andere Brennereien und war auch Mitbesitzer der Destillerie Littlemill in Glasgow.

Im Jahr 1852 musste er Caol Ila jedoch wegen finanziellen Problemen verkaufen. Wie bei vielen anderen Destillerien wechselte auch hier der Besitzer noch einige Male, bis ab 1987 der schottische Konzern United Distillers & Vinters (UDV) die Destillerie übernahme. Somit gehört die Brennerei heute zum Getränke-Konzern Diageo.

Aroma: angenehmer Rauch, maritime Noten, Meersalz, Zitrone

Geschmack: elegant, ölig, leichte Süße, Torfrauch, salzige Note
Abgang: Mittellang, warm, trocken und leicht rauchig
 
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44,95 € - 1l = 64,21 €

 

 

Kilchoman Sanaig 0,7l - 46% vol.Kilchoman Sanaig

 

„Kilchoman“ ist mit einer jährlichen Produktion von etwa 120.000 Litern Alkohol eine der kleinsten Brennereien Schottlands.
Mittlerweile eine erwähnenswerte Besonderheit an „Kilchoman“ ist die Verwendung eigens angebauter Gerste. Anthony Wills, der Gründer und Geschäftsführer der Destillerie, wollte mit seiner Brennerei zurück zu den Wurzeln und erschuf aus diesem Grund im Jahre 2005 diese Farm-Destillerie. Da die Insel Islay sehr fruchtbar und allseits für das qualitativ hochwertige Malz bekannt ist, war für Anthony klar, diesen Fleck als seinen neuen Standort zu wählen.
Die traditionelle Bodenmälzerei feiert seither sowohl innerhalb Schottlands, als auch in anderen Ländern weltweit großen Erfolg und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Der Kilchoman Sanaig ist nach einer Einbuchtung in Islays felsiger Atlantikküste benannt. Dieser Whisky wird im Sherryfass gefinished und erhält dadurch einen ausgewogenen Charakter aus getrockneten Früchten, dunkler Schokolade und reichem Torfrauch.

Aroma: fruchtig, Honig, Karamell, Vanille, Rauch, getrocknete Früchte
Geschmack: rauchig, Toffee, leichte Zitrusnoten, dunkle Schokolade,
Abgang: langanhaltend, ausgewogen, fruchtig, Torf

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51,95 € - 1l = 74,21 €

 

 

Lagavulin 8 Jahre 0,7l - 48% vol.

 

Lagavulin 8 JahreDie „Lagavulin Distillery“ wurde 1816 von John Johnston auf dem heutigen Brennereigelände errichtet.
Auch Archibald Campbell baute ein Jahr später dort eine zweite größere Destillerie. Im Jahr 1825 wurden dann beide Brennereien von John Johnston übernommen und 1837 durch seinen Sohn Donald zu der heutigen Destillerie „Lagavulin“ zusammengelegt. Im Jahr 1852 kaufte John Graham Lagavulin auf, war aber damit die nächsten 15 Jahre nicht sehr erfolgreich. Ziemlich heruntergekommen verkaufte er sie 1867 an die Firma „James Logan Mackie & Co.“. Ein Neffe Logans, Peter Mackie, erbte 1889 die Brennerei und änderte den Namen der Besitzergesellschaft in „Mackie & Co.“ um, die 1923 mit der „White Horse Distillers Ltd.“ fusionierte. Diese schlossen sich 1927 mit der „Distillers Company Limited“ zusammen und
übergaben das Management an die „Scottish Malt Distillers“. Seit 1997 gehört Lagavulin zum Diageo-Konzern.

Bereits im Jahr 1886 wurde der 8-jährige Lagavulin vom bekannten Whiskyjournalisten Alfred Barnard verkostet. Dieser Whisky ist eine Neuinterpretation des 8-Jährigen der damaligen Zeit aber auch eine Hommage an die Fähigkeit der Brennerei Lagavulin seit 200 Jahren außergewöhnliche Malts herzustellen. Der Lagavulin 8 Jahre reift in europäischen und amerikanischen Eichenfässern.

Aroma: Milchschokolade, Zitrone, leicht rauchig, maritime Noten
Geschmack: Süß und rauchig, trocken
Nachklang: Langanhaltend, rauchig

Hier geht's zum Whisky.
55,95 € - 1l = 79,93 €

 

Buffet 230219

Wie für unsere Verkostungen üblich, gab es natürlich zwischen den Whiskys auch ein kaltes Buffet, damit sich die Teilnehmer für die zweite Hälfte stärken konnten.

Es konnten sich verschiedene Käsesorten, Wurstvariationen, Räucherlachs, gekochte Eier, Fleischpflanzerl, Essiggurken und Tomaten auf den Teller geladen werden. Desweiteren stand natürlich auch ein Korb mit Brezen und Brot zur Verfügung.
Damit man aber auch in der Pause nicht auf dem Trockenen sitzen musste, hatte jeder Teilnehmer selbstverständlich auch die Wahl zwischen verschiedenen alkoholfreien Getränken.

Insgesamt werden immer, vorausgesetzt die Teilnehmer waren brav, nicht nur sechs, sondern insgesamt sieben Mal 2cl ausgeschenkt. Warum sieben Mal?
Die siebte Glas enthält eine Überraschung. In der Pause von jedem Tasting machen sich die anwesenden Mitarbeiter Gedanken darüber, welches Produkt den Teilnehmern noch präsentiert wird. Dieses Produkt nennt sich "Blindverkostung". Dieser Name kommt daher, dass die Teilnehmer zwar sehen, wie das Produkt eingeschenkt wird, jedoch ist die Flasche hinter Geschenkpapier versteckt und sie sehen nicht, was letztendlich ins Glas kommt.

Das erlernte Wissen soll dann bei der Blindverkostung angewandt werden. Welche Spirituose ist es? Ein Whisky? Oder vielleicht sogar ein Gin, R(h)um, Armagnac, Port, ... usw. ?
Von der Farbe darf man sich jedoch nie täuschen lassen, denn wir machen es den Teilnehmern natürlich nicht immer ganz leicht. Etwas Zuckerkulör hinzugegeben und die Teilnehmer werden sofort auf die falsche Fährte gelockt.

Im Fall dieser Verkostung waren wir nett :) Wir haben das Produkt so ausgeschenkt, wie es tatsächlich in der Flasche ist. Und es war ......? Ein Russel's Reserve 10 Jahre.

Für diejenigen, welche auch nach unserer Blindverkostung immer noch nicht genug kriegen konnten, standen nach dem Tasting noch zwei Mitarbeiter hinter der hauseigenen Bar zur Verfügung. Dort konnten noch einige andere Whiskys verkostet werden.
Gegen 22:00 Uhr verließen dann auch die letzten Teilnehmer den Laden und die zwei anwesenden Mitarbeiter kümmerten sich noch darum, dass rundherum Gläser, Teller und Sonstiges aufgeräumt wurde, damit die Kollegen am Montag pünktlich die Türen für unsere Kunden wieder öffnen konnten.
Alles verriegelt und verschlossen konnte das Fachgeschäft dann gegen 23:00 Uhr verlassen und in den verdienten Feierabend gestartet werden.

 

Angezeigte Preise sind Stand der Veröffentlichung unseres Blogeintrags. Die Preise könnten zu einem späteren Zeitpunkt mit den tatsächlichen Preisen nicht mehr übereinstimmen.

 

 

 


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