Betriebsausflug 2018 - Unser Besuch zweier Destillerien



Tag 1 - Fein-Brennerei Prinz

Alle Jahre wieder! Bereits zum dritten Mal durften wir dieses Jahr die Fein-Brennerei Prinz besuchen. Am Samstag ging's los; mittags nach Ladenschluss packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg nach Hörbranz am Bodensee. Nach der ungefähr vierstündigen Fahrt wurden wir an einem der beiden Betriebsgelände empfangen und durch die verschiedenen Lokalitäten geführt.


IMG_1124


Angefangen bei einer der Obstwiesen, welche die Williamsbirnen, die Prinz selbst anbaut, stolz präsentiert, erzählte uns der Firmeninhaber Thomas Prinz von den verschiedenen Obstsorten, den Qualitätsansprüchen und der Firmenideologie des tradtitionsreichen Unternehmens. Die Gründung erfolgte bereits 1886 im Leiblachtal in Österreich. Seither, schon seit vier Generationen, wird die Erfahrung und das Wissen über die Kunst des Schnapsbrennens weitergegeben und verliert dabei nicht an Qualität. Im Gegenteil: Dem Obst, das mit der Zeit durch die Industrie hinsichtlich Haltbarkeit und Optik optimiert wurde, wobei der Geschmack jedoch oftmals auf der Strecke blieb, weiß das Familienunternehmen aus dem Weg zu gehen; die verwendeten Früchte sind speziell dafür gezüchtet, den intensiven Geschmack wieder in den Vordergrund zu rücken. Man will also ein möglichst naturbelassenes Produkt, eben so wie früher, da es für den Schnaps letztendlich ja auch nicht wichtig ist, wie ein Apfel aussieht, sondern wie er schmeckt.

 

IMG_1130

 

 

 


Einmal quer über das Gelände, durch sämtliche Obstkisten und einen wunderbaren Duft hindurch, kamen wir schließlich zum Produktionsgebäude, in dem wir sämtliche Maschinen für verschiedenste Verfahren sehen konnten. In einem neu erbauten Turm aus Holz bekamen wir ein Bild zu sehen, das uns allen den Atem raubte: mit Ausblick auf den Bodensee und bei strahlendem Sonnenschein ragte dort eine Destille empor, die die hohe Spielklasse der Schnapsbrennerei wieder einmal deutlich unterstrich.

 

 

 


Anschließend fuhren wir weiter zur zweiten Station, dem Hauptsitz der Brennerei mit Wirtshaus, wo wir von der Produktion, über die Lagerung, bis hin zur Abfüllung alle Bereiche durchlaufen haben. Eine wahre Besonderheit in der Prinz Destillerie sind die "Alten Sorten". Die Lagerung der besagten Obstbrände erfolgt zuerst für 18 bis 36 Monate in alten Steingutgefäßen, wo die Alten Sorten ihre feinen Fruchtnoten vollends entfalten. Im Anschluss wandert das Destillat für weitere 6 bis 24 Monate in hochwertige Holzfässer, wobei darauf geachtet wird, verschiedene Hölzer zu verwenden; je nach Bedürfnis der jeweiligen Obstsorte. Durch das Lagern in den Holzfässern erlangen die Brände ihren besonderen Charakter, der für die Alten Sorten maßgeblich ist.

IMG_1150

IMG_1146


Nach der Führung ging's in die hauseigene Wirtschaft, in der wir mit einem leckeren Gängemenü verwöhnt wurden, einige Prinzschnäpse und -liköre probierten und den Abend ausklingen lassen durften. An dieser Stelle nochmals einen großes Dankeschön an Prinz!



Tag 2 - Bergbrennerei Löwen

Sonntags machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Weg zu einer weiteren Destillerie; nach circa einer Stunde Fahrt kamen wir bei der Bergbrennerei Löwen an. Die wunderschön gelegene, kleine Brennerei befindet sich in einem alten restaurierten Wirtshaus, das schon früher ein beliebter Ort für die Bregenzerwalder Bewohner war.

Gruppenfoto-L-wen

Zu Beginn erfuhren wir – bei einem Glas hauseigener Spezialität – viel über die Geschichte und die Traditionen des früheren Gasthauses, das von 1886 bis 1900 als solches erbaut wurde. Nach vielen Jahren des Stillstands erlebte es ein Comeback als Brennerei mit Wirtshaus. Im ehemaligen Saal, der heute als Besprechungsraum genutzt wird, erzählte uns der Brennmeister von der längst vergangenen Zeit, in der abgehaltene Feiern und Bälle als Heiratsmarkt dienten. Anschließend ging's dann zum praktischen Teil über: Löwen arbeitet überwiegend mit Kräutern und Wurzeln, wodurch wir die Möglichkeit hatten, viele der sonst oftmals nur geschmacklich bekannten Gewächse zu sehen und vor allem auch einmal zu riechen.


IMG_1184-quadrat

 



Natürlich blieb auch die Besichtigung der Destille nicht aus, ebenso wie der Besuch des Kellers. Dort werden in Fässern und in Steingutgefäßen sowohl die Brände als auch der Gin gelagert. Als besonderer Stolz gilt der liebevoll betitelte "Rolls-Royce", ein Wacholderbrand, der eigentlich Boonekamp heißt, 30 verschiedene Kräuter beinhaltet und bis zur Genussreife im Fass gelagert wird.

 

 

 


Nach einem ausgiebigen Käsespätzlegelage stand der wohl spannendste Teil noch aus, auf den sich vermutlich jeder am meisten freute: Die Verkostung! Im Schnelldurchlauf und ohne Erbarmen verteilte uns der Löwen-Wirt sämtliche Schnäpse und trug uns die wichtigsten Informationen vor. Auch bei der Bergbrennerei Löwen möchten wir uns an dieser Stelle recht herzlich bedanken!

Nach der zweiten Besichtigung traten wir dann unseren Heimweg zurück nach Teising an und können insgesamt behaupten, dass wir uns freuen, einen so einprägsamen und erfolgreichen Betriebsausflug erlebt zu haben!


Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kundenstimmen
Schneller Service, gut verpackte Sendung und Lieferung auf Rechnung. Besser geht es nicht! 5/5 am 26.09.2018
Die bestellte Ware wurde schnell zugesandt. Die Verpackung, insbesondere für die bestellten kleinen Probierflaschen, erfolgte mit sehr viel Sorgfalt, sodass alles im perfektem Zustand angekommen ist. 5/5 am 15.09.2018
Haben Sie Fragen?